Lütte Lottes Schweden Mitbringsel

Ach was war das schön! Vom 14. bis 28. Mai war Lütte Lotte in Schweden. Ein Traum wurde wahr: Zwei Wochen bin ich mit dem VW Bus gereist und konnte einfach dort hinfahren und stehenbleiben, wo es mir gefiel. Herrlich! Mal standen wir an einem verlassenen See in Småland, umringt von hohen Fichten, dann lagen wir an einem weißen Sandstrand an der Küste. Und zwischendurch nichts als Ruhe, Bücher und Angeln.

Aber auch eingekauft habe ich ein bisschen. Zum Glück nur ein bisschen – die Shops mit skandinavischen Design-, Einrichtungs- und Kindermarken machen mich arm! So habe ich mich auf wenige Andenken konzentriert, freue mich aber umso mehr. Mir wurde auch jedes Mal gut zu geredet, wenn ich wieder ein wunderbares Holzspielzeug mit Tränen in den Augen zurück ins Regal gestellt habe: Es wird nicht unser letzter Urlaub in Schweden sein, Laura. Hach, na gut.

Bilderbuch SchwedenBesonders bei Bilderbüchern musste ich mich zügeln. Brauchst du wirklich noch das zehnte „Pettersson & Findus“ Buch? Nur weil es auf schwedisch ist? Grmpf. Also ist es nur diese süße kleine Retro-Pappe aus dem Hause Egmont geworden. Nein, nicht aus den 60ern, sondern aus 2010. „Min lillebror“ erzählt auf drei Doppelseiten die Geschichte einer Schwester, die einen kleinen Bruder bekommt. Inhaltlich für ganz Kleine geeignet. Designtechnisch ein echtes Schmankerl für alle großen Retro-Fans!

Ansonsten sind noch ein zauberhaftes Berg-Kissen, eine Hängeleuchte und ein – Tadaaaaa, wer hätte es gedacht? – „Pettersson & Findus“ Druck bei mir eingezogen. Ich konnte einfach nicht widerstehen. In der Küche hängt bereits ein schwedisches Kanelbullar-Rezept, nun auch endlich das für Pfannkuchentorte. Jetzt habe ich für alle meine Grundnahrungsmittel schwedische Rezepte. Ähäm.

„Jedes Mal wenn Findus Geburtstag hat, backt der alte Pettersson ihm eine Pfannkuchentorte.“

Schweden Design OYOYGerade so zurückhalten konnte ich mich bei den wunderschönen Produkten von OYOY. Diese zauberhafte dänische Marke habe ich in einer kleinen Boutique in Halmstadt entdeckt und sofort mein Herz an sie verloren. OYOY vertreibt hochwertige Produkte aus exzellenten Materialien mit einem Fokus auf skandinavischem Design. Genau meins! Dass die Gründerin des Labels auch noch Lotte heißt, ist quasi Schicksal. In Hamburg könnt ihr diese süßen Designstücke z.B. bei Human Empire in der Schanze erstehen. Aber ich warne euch: OYOY macht süchtig!

Habt ihr noch Tipps zu schwedischen bzw. skandinavischen Designlabels und Kindermarken für mich? Ich freue mich über jegliche Hinweise. Hej då!

Schweden Spezial III: Experten im Gespräch

Auf Lütte Lotte möchte ich Euch nicht nur meine Bilderbuch-Lieblinge vorstellen, sondern auch immer mal Experten zu Wort kommen lassen. Deshalb freue ich mich sehr, dass Kerstin Behnken und Laura Christiane Schultz mir Rede und Antwort gestanden haben. Beide arbeiten als Lektorinnen in der Verlagsgruppe Oetinger. Dem deutschen Verlag von Lotta, Pippi und Pettersson.

Continue reading „Schweden Spezial III: Experten im Gespräch“

Liebe wie aus dem Bilderbuch: Meine Tipps für kleine Leser!

Es gibt eine Menge guter Bilderbücher aus Schweden. Meine 5 Lieblinge für kleine Menschen, möchte ich euch heute vorstellen. Den Anfang macht gleich ein Klassiker…

„Lotta zieht um“ von Astrid Lindgren

Bilderbuch Lotta zieht umKeine Lieblingsbuch-Liste ohne Astrid Lindgren! Sorry, Leute. Dafür verspreche ich, dass die restlichen Empfehlungen etwas origineller ausfallen. Doch Lotta muss einfach in diesem Beitrag auftauchen, denn ich musste nicht lange überlegen, welches starke Lindgren-Mädchen ich hier vorstellen soll – Lotta ist schon immer eine meiner Lieblingsfiguren gewesen!

In „Lotta zieht um“ erlebt Lotta einen wirklich nervigen Tag: Schon als Lotta aufwacht, hat sie schlechte Laune. Im Traum haben ihre älteren Geschwister Jonas und Mia-Maria ihr Kuscheltierschwein Teddy verhauen. Und dann verlangt Mama auch noch, dass Lotta den kratzigen weißen Wollpullover anzieht, den sie so gar nicht leiden kann. Kurzerhand schneidet Lotta Löcher in das olle Ding. Nun ist Mama sauer und Lotta ist stinksauer und sowieso überlegt sie, wäre es besser, zu Hause auszuziehen. Bei der Nachbarin Tante Berg darf sie in die Rumpelkammer ziehen. Doch abends allein im Dunkeln ist Lotta sich gar nicht mehr sicher, ob sie denn die richtige Entscheidung getroffen hat…

Lotta ist die Größte! Lotta ist eigensinnig und stark und mutig und so ein liebenswertes kleines Mädchen, das locker mit ihren größeren Geschwistern und auch mit den restlichen Lindgren’schen Kinderbuchhelden mithalten kann. Absolute Bilderbuch-Empfehlung!

Continue reading „Liebe wie aus dem Bilderbuch: Meine Tipps für kleine Leser!“

„Das Nest“

Bevor ich mich im Mai auf große Schwedenreise begebe, mache ich heute noch schnell einen Ausflug ins Jugendbuch. „Das Nest“ von Kenneth Oppel und Jon Klassen hatte mich bereits auf den ersten Blick: Was für ein atmosphärisches Cover! So viel sei verraten, auch der Inhalt lässt einen nicht mehr los…

Steve ist ein seltsames Kind. In der Schule hat er nicht viele Freunde. Seinen Wespe_klassen oppelWaschzwang finden die anderen Kinder seltsam. Vor dem Zubettgehen muss Steve im Kopf verschiedene Listen durchgehen, bevor er einschlafen kann. Auch die Therapie vor einiger Zeit hat Steve nicht geholfen, seine Ängste und Zwänge loszuwerden. Er ist einfach ein Einzelgänger. Steves Schwester Nicole ist da ganz anders. Nicole ist ein fröhliches Kind, meist laut plappernd. Dieses Ungleichgewicht wird mit der Ankunft des Babys noch dramatischer: Die undiagnostizierte Krankheit des Säuglings belastet nicht nur Steves Eltern, auch ihm bereiten die vielen Krankenhausaufenthalte des Babys Sorgen. Noch nie hat er seine Eltern so bedrückt gesehen. Noch nie hatten sie so wenig Zeit für ihn und seine Schwester. Als eine engelsgleiche Wespenkönigin die „Reparatur“ seines Bruders verspricht, muss er nicht lange nachdenken, bevor er der vermeintlichen Verbesserung zustimmt. Welche furchtbare Kettenreaktion er damit jedoch in Gang setzt, wird Steve erst allmählich klar… Continue reading „„Das Nest““

„Alle Welt. Das Landkartenbuch“

Ich besitze nur einen Weltatlas. Er ist wunderhübsch illustriert und klärt mich über die wirklich wichtigen Fakten dieser Erde auf: Was sind die beliebtesten Vornamen in Peru? Was essen die Menschen in Tunesien am liebsten? Welche Tiere überleben in der Antarktis und welcher Tanz stammt aus Österreich?

Untitled design(2)Der „Alle Welt“ Atlas ist ein Buch für Groß und Klein. Die beiden polnischen Buchgestalter Aleksandra Mizielinska & Daniel Mizielinski haben mehr als drei Jahre an diesem Meisterwerk gearbeitet, das auf über 100 Seiten knapp 4000 Vignetten unterbringt. Ein Wimmelbuch der Extraklasse! Man kann das Buch gar nicht oft genug zur Hand nehmen: Garantiert entdeckt man immer wieder etwas Neues. Egal, wie alt man ist. Denn „Alle Welt“ kann man sich in jedem Alter (nochmal) anschauen. Empfohlen wird das Buch ab 6 Jahren. Ich wage aber zu behaupten, dass es auch für jüngere Kinder schon einen gewissen Reiz hat. Continue reading „„Alle Welt. Das Landkartenbuch““

„Opas Insel“

Wenn Menschen unser Leben verlassen, ist das traurig. Allein der Gedanke, dass sie sich nun an einem besseren Ort befinden, macht den Verlust erträglich. In Benji Davis neuem Bilderbuch wird diese Hoffnung wunderbar bunt illustriert.

Opa ist für Sam der Größte. Die beiden sind unzertrennlich, ein eingespieltes Team. Als Sam eines nachmittags zu Opa nach Hause kommt, findet er ihn auf dem Dachboden. Dort wo sonst nur Staub und Gerümpel ist, klafft an diesem Tag eine riesengroße Schiffsluke in der Wand. Bevor Sam weiß, wie ihm geschieht, ist er mit Opa auf einem Ozeandampfer, auf dem Weg in die Ferne. Ihre Reise führt sie auf eine tropische Insel, die farbenfrohe Vögel und dichten Dschungel beheimatet. Sam und Opa fühlen sich pudelwohl, erkunden ihre Insel und bauen sich ein Baumhaus. Continue reading „„Opas Insel““

Ene mene mobile

Die Zeiten, in denen Kinder nichts mit Technik am Hut haben, sind vorbei. Zum Glück! Heutzutage sind viele Kinder echte Profis in der Handhabung von Tablets und Smartphones und damit teilweise geschickter als ihre Eltern. Allerdings ist nicht alles kindgerecht oder empfehlenswert, was sie dort zu sehen bekommen. Seid ihr auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Apps? Dann lege ich Euch den Blog „Ene mene mobile“ von Martina und Feli ans Herz: Ein wunderbarer Kompass im App-Dschungel. Continue reading „Ene mene mobile“

„Das bunte Meer“

Was auf Lütte Lotte bisher viel zu kurz gekommen ist: Pappen. Dabei liebe ich Pappbilderbücher! Robust, angenehme Haptik & außergewöhnliche Formate. Der Magellan Verlag hat eine wunderbare Reihe für die Allerkleinsten herausgebracht, die ich Euch heute vorstellen möchte.

Ach Pappen sind doch die schönste Form des Buches, mehr Kunstwerk als Textcontainer. Für Kinder ab zwei Jahren kann man mit den robusten Gebrauchsgegenständen kaum etwas falsch machen. Wer Wert auf moderne Illustrationen legt, sollte sich diese Reihe aus dem Magellan Verlag einmal ganz genau ansehen. Ob im Meer, im Wald, in den Bergen oder auf dem Bauernhof, es gibt eine Menge zu entdecken und irgendjemand tanzt mit Sicherheit aus der Reihe. Auf jeder Seite können Kinder Unterschiede suchen und einfache Rätsel lösen.

Continue reading „„Das bunte Meer““

Interview mit Alexander Steffensmeier

Lütte Lotte ist mein Herzensprojekt. Wer mich kennt, weiß, dass meine allerliebste Bilderbuchfigur fast genauso heißt: Lieselotte! Alexander Steffensmeier, der Erfinder der Postbotenkuh, hat sich mit mir über zehn Jahre Lieselotte, seine Arbeit und Vorbilder unterhalten…  Continue reading „Interview mit Alexander Steffensmeier“

„Zuhause“

Manche Menschen leben auf dem Land. Andere in der Stadt. Man kann in einem Hochhaus leben oder auf einem Bauernhof, in einer Hütte oder in einem Schloss. So individuell die Menschen sind, ebenso unterschiedlich sieht ihr Zuhause aus.

Das gerade erschienene Bilderbuch „Zuhause“ von Carson Ellis ist wie ein altes Fotoalbum, das man mal wieder zur Hand nimmt. Ihre kindlichen Motive wirken wie aus der Zeit gefallen: Ganz anders als die gerade sehr angesagten, am Computer illustrierten Stile. Ellis’ Bilder sind hauptsächlich mit Tusche und Aquarellfarben gefertigt. Sie wirken eigentümlich, fast altmodisch, ornamental und folkloristisch, sind mal farbenfroh, mal gedeckt. Immer aber weich und fließend, ohne harte Ecken und Kanten oder schwarze Outlines. Die vielen kleinen Details sind genauso charmant, wie die Protagonisten ihrer Bilder.

Continue reading „„Zuhause““