“Das Sams feiert Weihnachten” – Türchen No.9

Der Dezembert schreitet voran und ich darf heute das 9. Adventskalendertürchen öffnen. Vom 01. bis zum 24. Dezember findet sich jeden Tag auf einem anderen Kinderbuch-Blog ein Beitrag mit einer Kinderbuchempfehlung. Mein Beitrag am 03.12. war für ganz kleine Buchliebhaber, heute stelle ich euch ein Buch für Kinder ab ca. 7 Jahren vor: “Das Sams feiert Weihnachten” von Paul Maar aus dem Verlag Friedrich Oetinger vor.

Na, wer von euch ist noch mit den Geschichten von Paul Maar groß geworden? Das Sams hat mir als Kind wirklich imponiert: Es sagt immer, was es denkt und ist frech zu Erwachsenen. Das fand ich wahnsinnig mutig! Irgendwann war ich dann groß und auch die Geschichten über das Sams haben sich verändert. In den neueren Bänden besucht es nicht mehr Herrn Bruno Taschenbier, sondern seinen Sohn Martin oder seine Enkelin Betty. “Das Sams feiert Weihnachten” ist zeitlich irgendwo zwischen den ersten drei Bänden einzuordnen. Perfekt also für alle erwachsenen Vorleser, die, wie ich, das Sams noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen und das “klassische Setting” bevorzugen.

Wer das Sams zum Weihnachtsfest einlädt, kann sich auf eine Menge Chaos einstellen. Und wer an besinnliche Festtage mit Lichterketten im Baum denkt, täuscht sich gewaltig. Beim Sams hängen, wie könnte es anders sein, Würstchenketten im Weihnachtsbaum. Aber vor dem heiligen Abend stiften Herr Taschenbier und das Sams noch ordentlich Verwirrung im Kaufhaus, rodeln auf einem Backblech, backen Kekse und reimen, was das Zeug hält. Eine richtig samsige Vorweihnachtszeit halt.

 

“Bevor Frau Rotkohl freundlich schaut, singen Weinbergschnecken laut,
fliegen Fische über Tannen, hüpfen Schnitzel aus den Pfannen,
Elefanten fahren Mofa, und ein Wal liegt auf dem Sofa.”  – Sams

 

Wie alle anderen Geschichten von Paul Maar, macht auch diese sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß. Es ist ein wunderbares Buch zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Wenn das Sams, Herr Taschenbier und Herr Mon gemütlich Kekse backen, fühle ich mich gleich ein wenig festlich, habe Lust, die Lichterkette anzumachen und eingekuschelt auf dem Sofa, den Schneeflocken beim Fallen zu zuschauen. [Während ich diese Zeilen schreibe, schneit es tatsächlich bei uns in Hamburg. Yay!]

Meine Bücher von früher, waren noch von Paul Maar illustriert. Der neue Band hat wunderschöne farbige Illustrationen von Nina Dulleck, die man z.B. durch ihre Bilder für die Reihen “Die Haferhorde” oder “Die Schule der magischen Tiere” kennt. Nina Dulleck ist allerdings nicht nur Illustratorin, sondern schreibt auch selber Kinderbücher. Ich mag ihre Arbeit sehr und freue mich, dass die Sams-Bücher nach so vielen Jahren, mal einen neuen Anstrich erhalten. Die Gestaltung des neuen Bandes ist wahnsinnig aufwendig: Immer mal wieder finden sich kleine Vignetten oder größere Illustrationen, dann aber auch farbige Seiten mit Muster und nicht zu vergessen, superduper schönes Vorsatzpapier.  Hach, wenn doch alle Kinderbücher so schön gemacht wären!

Verlosung

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit, ein Exemplar des Buches “Das Sams feiert Weihnachten” von Paul Maar zu gewinnen. Das Buch wird vom Verlag Friedrich Oetinger zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und ihr hüpft in den Lostopf. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 09.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 10.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.
  • Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei Daniela von “Buchverzückt” – schaut unbedingt vorbei! Wir lesen uns vermutlich erst im neuen Jahr wieder. Aber unser Kinderbuchblogger-Adventskalender geht natürlich weiter. Noch bis zum 24. Dezember könnt ihr viele tolle Inspirationen sammeln und wunderbare Bücher gewinnen.

Viel Spaß bei den Kolleginnen & eine kuschelige Adventszeit!

LAURA

Illustrator Günther Jakobs im Interview

Im letzten Beitrag habe ich mir noch ein Interview mit ihm gewünscht und voilá, nun ist es soweit. Danke an Carlsen und Kinderbuch-Macher Günther Jakobs, der sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Bis vor kurzem war mir sein Name noch unbekannt, dabei besitze auch ich eine “Urmel”-Ausgabe des Münsteraners… Da wird es doch höchste Zeit, den Künstler besser kennenzulernen! Viel Vergnügen mit unserem Interview!

Lieber Günther Jakobs, Sie sind Illustrator – war das schon immer Ihr Traumberuf?

Illustrator Kinderbuch Günther Jakobs
Ich habe als Kind gerne Comics gelesen. Und wollte auch gerne so etwas machen. Ich habe mir damals als Schüler einen Karteikasten angelegt mit erfundenen Figuren. Heute würde ich gerne darauf zurückgreifen, ist aber leider verschollen.
Später hatte ich großes Interesse an Karikaturen und habe eifrig an der Schülerzeitung mitgearbeitet. Die Kinder- und Bilderbuchillustration hat mich dann erst im Studium so richtig gepackt. Illustrator war also wirklich immer mein Traumberuf!

Meine Eltern hätten mich zwar lieber als Kunstlehrer gesehen (typisch: selbst Lehrer), aber jetzt sind eigentlich alle froh, dass es anders gekommen ist – einschließlich der Schüler 😉

Aus Ihrer Autorenvita geht hervor, dass Sie nach einem Studium der Illustration noch einen Abschluss in Philosophie gemacht haben. Als studierte Philosophin darf ich erstaunt nachfragen: Warum um Himmels Willen haben Sie das denn noch gemacht?!

Tja, das hat sich so gefügt. Im Grunde kam das durch die kunsttheoretischen Kurse im Design-Studium. Unser damaliger Dozent, Michael Quante, (mittlerweile Professor an der Uni-Münster) hat einfach wahnsinnig gute Lehre gemacht. Mich haben dabei besonders die Themen der praktischen Ethik und Ästhetik interessiert. So kam es, dass ich mich während des Illustrationsstudiums als Zweithörer einschrieb und einige Seminare (hauptsächlich bei Prof. Quante) absolvierte. Als ich mich nach dem Design-Diplom schon im Haupstudium Philosophie befand, war es für mich klar, das auch abzuschließen.
Außerdem gab es mir etwas Zeit zu schauen, wie es zeitgleich mit Illustrationsaufträgen weiter ging. Quasi als Probezeit.

Neben Ihren eigenen Texten und Ideen, haben Sie auch die Neuauflage des Kinderbuchklassikers „Urmel“ von Max Kruse (Thienemann Verlag) illustriert. Ein Projekt, um das Sie viele Kollegen sicherlich beneiden. Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Thienemann ergeben? War die Illustration des „Urmeli“ ein Herzensprojekt für Sie?

Das war eine große Ehre für mich. Ich fand Urmel großartig, weil es auch manchmal so schön schräg ist. Die Zusammenarbeit hatte sich bei Thienemann ergeben, da ich zuvor schon ein Märchenbilderbuch und eine Sonderausgabe zu „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ illustriert hatte. Da war ich also schon „klassikererprobt“.

Leider habe ich Max Kruse zu Lebzeiten nicht persönlich getroffen, aber es war schon ein Erlebnis, wie er noch mit über 90 Jahren an Texten arbeitete und mir E-Mails schrieb.

Es war toll, dass ich nicht nur an Neuauflagen der bestehenden Bilderbüchern arbeiten durfte, sondern auch die letzten Neuveröffentlichungen von Max Kruse begleiten durfte (wie „Urmel saust durch die Zeit“ oder zuletzt das Bilderbuch „Urmel taucht ins tiefe Meer“).

Ihren Arbeitsplatz haben Sie in Münster, im Ateliers Hafenstraße 64 – dem gleichen Atelier, in dem z.B. auch die Kinderbuch-Illustratoren Alexander Steffensmeier („Lieselotte lauert“ etc.), Daniel Napp („Dr. Brumm“ etc.) oder Stephan Pricken („Mix Max Miezekatz“ etc.) sitzen. Ich stelle mir Ihre Ateliergemeinschaft als heimlichen Hauptsitz der deutschen Kinderbuchmacher vor. Ein mythischer Ort, an dem viel Schabernack ausgeheckt wird. Ist die Hafenstraße 64 so ein Traumbüro? Und wie hat sich die geniale Zusammensetzung ergeben?

Das klingt gut! Ich denke wir machen uns ein Schild an die Tür: Hauptquartier der deutschen Kinderbuchmacher!!! Kommt bestimmt bei Kollegen gut an 😉

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Mit Liebe gemacht

Oh diese Frau hat es mir angetan: Die sympathische Karin arbeitet mit ihren Illustrationen, ihrem Charme und Witz gegen gängige Rollenklischees an. Ihr neues Projekt “Mit ohne Rosa” soll die ewige “Rosa-Blau-Grenze” sprengen und alternative Vorbilder für freche, mutige, schick schmutzige Mädchen aufzeigen. Na wenn wir kein Dreamteam sind, dann weiß ich auch nicht!? Sie hat mir Rede und Antwort gestanden und am Ende des Beitrages gibt es sogar eine Kleinigkeit zu gewinnen… 

Liebe Karin, magst du dich kurz vorstellen? Wer bist du und was machst du?

In einem kleinem Dorf am Niederrhein bin ich groß geworden und über ein Studium der Visuellen Kommunikation in Hannover, dann in Berlin gelandet. Hier arbeite ich frei als Illustratorin. Meine Arbeit wird oft durch meinem Alltag mit Kindern (Sohn, 7 und Tochter, 4 Jahre) Mann und Frau Mau (unserer Katze) angeregt. Als Kind habe ich es geliebt, durch Wald und Wiesen zu streunen und Schätze zu sammeln – heute verbringe ich am liebsten Zeit in unserem Schrebergarten oder streune über Flohmärkte.
 

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Kunst für Kinder: E.A.SEEMANNs BILDERBANDE

Schon vor einigen Wochen bin ich auf den wunderbaren Verlag E.A.SEEMANNs BILDERBANDE aufmerksam geworden. Leider haben mich die weltpolitischen Ereignisse seither arg gehemmt. Das Schreiben geht nicht mehr so flüssig. Es gibt so viel Wichtigeres worüber man reden sollte. Diese Ohnmacht verfolgt mich. Doch so langsam dämmert es mir: Gerade jetzt sollte man vermutlich an die schönen Dinge des Lebens denken. An all die Ereignisse, Personen und Orte, die diese bunte Welt lebenswert machen. Nicht an die Angst – denn genau das scheinen die kurzsichtigen Extremisten zu wollen.

In diesem Sinne möchte ich heute wieder die Zügel in die Hand nehmen, die Sprachlosigkeit überwinden und euch diese Perle des Kinderbuchmarktes vorstellen. E.A.SEEMANNs BILDERBANDE machen kindgerechte wunderschöne Bücher zum Vorlesen, Mitmachen und Spielen. Ganz nach dem Motto:

Am wichtigsten ist uns, Kinder zu inspirieren, eigene Ideen zur Kunst zu entwickeln und diese mit Spaß zu verwirklichen.”

Kunst und Kreativität können ein Anker in dieser schnelllebigen Welt sein. Die Beschäftigung mit Kunst, ist auch immer die Beschäftigung mit dem eigenen Selbst. Es muss weder Hochliteratur noch Weltkunst sein – jede Art von kreativer Beschäftigung ist eine Bereicherung. Deshalb hat mich das Konzept von E.A.SEEMANNs BILDERBANDE auch sofort überzeugt: Sie “haben für jede Laune und viele Altersgruppen die unterschiedlichsten Bücher, um die Kinder-Kunst-Welt zu entdecken”. Mehr zu diesem besonderen Verlag hat mir Caroline Keller im Interview verraten… “Kunst für Kinder: E.A.SEEMANNs BILDERBANDE” weiterlesen

“Fabers Schatz” von Cornelia Funke

Diese Autorin muss ich (eigentlich) nicht vorstellen. Jeder kennt Cornelia Funke und ihre Bücher. Bisher ist die norddeutsche Starautorin hauptsächlich für ihre fantastischen Jugendbücher bekannt. Doch in den letzten Jahren nähern sich die Themen ihrer Werke immer mehr dem aktuellen Weltgeschehen. Mit “Fabers Schatz” hat sie nun ein fantasievolles Bilderbuch herausgebracht, das die Themen Heimat, Fremde und Freundschaft beleuchtet.

Fabers Schatz Cornelia Funke IllustrationFaber lebt in Hamburg. Als sein Opa beschließt nach Amerika zu gehen, schenkt er Faber einen alten Teppich. Sehr zum Unmut des Enkels. Warum kann Opa ihm nicht etwas “Cooleres” da lassen? Doch Opa meint: “Das ist mein größter Schatz. Ein Geschenk von einem Freund in Damaskus.” Und dann fährt Opa nach Amerika und Faber bleibt unschlüssig mit dem ollen Teppich zurück. Dass Opa in seinem Abschiedsbrief schreibt, der Teppich könne fliegen, überzeugt Faber nur noch mehr: Opa ist plemplem! Als niemand in der Nachbarschaft Faber sagen kann, was es mit dem Teppich auf sich hat, ist er kurz davor aufzugeben. Erst Shaima, ein kleines Mädchen mit pechschwarzen Haaren, spricht die Sprache des Teppichs und bringt ihn zum Fliegen. Gemeinsam mit Shaima fliegt Faber rund um die Welt und lernt von ihr die Sprache des Teppichs: “Erde?” “Ard.” – “Fluss?” “Nahr.” – “Zuhause?” “Watani.”

„Etwa 30 % meiner Zeit benötige ich für mein Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen.”

Cornelia FunkeWas man als Leser vielleicht nicht über Cornelia Funke weiß? Neben ihrer schriftstellerischen und kreativen Arbeit, unterstützt sie zahlreiche soziale Projekte. Es ist fast unmöglich alles zu recherchieren, aber u.a. ist sie offizielle Patin des Kinderhospizes Bethel für sterbende Kinder, eine der deutschen Botschafterinnen der UN-Dekade Biologische Vielfalt, Schirmherrin von exilio e.V. Hilfe für Migranten, Flüchtlinge und Folterüberlebende, sie engagiert sich für die African Millenium Foundation, für Benachteiligte und die Umwelt. Im Jahr 2008 wurde ihr neben dem Bundesverdienstkreuz am Bande auch der Bambi in der Kategorie Kultur verliehen. 2009 erhielt sie dann den Jacob-Grimm-Preis. Sehr beeindruckend! ““Fabers Schatz” von Cornelia Funke” weiterlesen

Schweden Spezial I: Die Klassiker

Ach Schweden, oh mein Schweden. Land der Seen, der Wälder und der Kinderbücher! Wusstet ihr das jedes 10. Buch, das in Schweden veröffentlicht wird, ein Kinderbuch ist? Literatur für Kinder hat seit jeher einen festen Platz im Feuilleton und seit 1982 gibt es sogar eine Professur für Kinderliteratur. Kein Wunder, dass die schwedische Kinderliteraturszene blüht und gedeiht und so mancher Schatz seinen Weg auch in unsere Regale findet.

Astrid LindgrenOhne dass es euch bewusst wäre, kennt ihr vermutlich eine Menge Bücher von schwedischen Autorinnen und Autoren. Die wohl wichtigste Pionierin des modernen schwedischen Kinderbuches ist Astrid Lindgren. Ihr erstes Buch “Pippi Langstrumpf” erschien 1945 und machte das schwedische Kinderbuch sogleich international bekannt. Im Laufe ihrer Karriere erhielt Astrid Lindgren zahlreiche Preise, am Ende ihres Lebens war sie gar eine schwedische Nationalheldin. Sie war es, die mit ihren Geschichten rund um starke, eigenwillige Protagonisten, auch die Rolle des Kindes in der schwedischen Gesellschaft verändert hat. Zu Astrid Lindgrens bekanntesten Figuren gehören Pippi Langstrumpf, die Kinder aus Bullerbü und Michel aus Lönneberga. “Schweden Spezial I: Die Klassiker” weiterlesen

Interview mit Alexander Steffensmeier

Lütte Lotte ist mein Herzensprojekt. Wer mich kennt, weiß, dass meine allerliebste Bilderbuchfigur fast genauso heißt: Lieselotte! Alexander Steffensmeier, der Erfinder der Postbotenkuh, hat sich mit mir über zehn Jahre Lieselotte, seine Arbeit und Vorbilder unterhalten…  “Interview mit Alexander Steffensmeier” weiterlesen

“Zuhause”

Manche Menschen leben auf dem Land. Andere in der Stadt. Man kann in einem Hochhaus leben oder auf einem Bauernhof, in einer Hütte oder in einem Schloss. So individuell die Menschen sind, ebenso unterschiedlich sieht ihr Zuhause aus.

Das gerade erschienene Bilderbuch „Zuhause“ von Carson Ellis ist wie ein altes Fotoalbum, das man mal wieder zur Hand nimmt. Ihre kindlichen Motive wirken wie aus der Zeit gefallen: Ganz anders als die gerade sehr angesagten, am Computer illustrierten Stile. Ellis’ Bilder sind hauptsächlich mit Tusche und Aquarellfarben gefertigt. Sie wirken eigentümlich, fast altmodisch, ornamental und folkloristisch, sind mal farbenfroh, mal gedeckt. Immer aber weich und fließend, ohne harte Ecken und Kanten oder schwarze Outlines. Die vielen kleinen Details sind genauso charmant, wie die Protagonisten ihrer Bilder.

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“Hello, I make art.” – Oliver Jeffers

Es gibt Künstler, auf die kann man sich verlassen. Bei denen ist jedes Buch empfehlenswert. Oliver Jeffers gehört dazu. Er ist schon lange kein Geheimtipp mehr, hat mittlerweile unzählige Preise und Auszeichnungen verliehen bekommen und ist einer meiner Lieblingsbilderbuchmenschen.

Floyds Drachen steckt im Baum fest. Was also tun? Klar, man wirft etwas hinterher. Erst einen Schuh, dann die Katze, dann das Feuerwehrauto, einen Wal und das Nachbarhaus. Die Dinge, die Floyd in den Baum wirft, werden immer größer – und alle bleiben stecken. Erst nachdem der Baum voll mit diversen Gegenständen und Lebewesen ist, segelt der Drachen friedlich gen Boden. Ganz zur Verwunderung Floyds – den Drachen hatte er schon vergessen.

““Hello, I make art.” – Oliver Jeffers” weiterlesen