Bücher für Babys – Kuscheln und Knistern

Diese Woche wird unser Baby schon drei Monate alt und langsam fängt er an, sich für die Spielzeuge zu interessieren, die wir ihm anbieten. Zumindest kann er sie fokussieren, ab und an greift er sogar nach ihnen. Das mag nichtig klingen, aber alle Eltern wissen, wie aufregend jeder noch so kleine Lernerfolg eines Babys ist. Gerade im ersten Jahr entwickelt sich ein Kind rasant. Es dabei begleiten zu dürfen, ist ein Geschenk. Doch was sollte man ihm zur Beschäftigung anbieten?

Knister, Knister, Knäuschen…

Zur Geburt haben wir einiges geschenkt bekommen. Manches schön, anderes nun ja, nicht so schön. Also bin ich losgezogen, um für den Babyboy geeignete Bücher zu besorgen. In einem der letzten Blogartikel habe ich bereits erklärt, dass Lesen die gleichen Bereiche unseres Gehirns anregt, die auch zum Erkennen von Gesichtern und Formen zuständig sind. Um Lesen zu lernen muss man also bereits in der Lage sein, Gegenstände identifizieren zu können. Deshalb zeigen die ersten Bücher, die man Babys anbieten sollte, meist einen Gegenstand pro Seite. Da die motorischen Fähigkeiten eines Kindes im Alter von wenigen Monaten noch beschränkt sind, sollten die ersten Bücher aus einem weichen Material sein, mit dem es sich nicht verletzen kann. Besonders eignen sich sogenannte Fühl- oder Knisterbücher aus Stoff. Knisterbücher sind Fühlbücher, die, wie der Name bereits verrät, ein knisterndes Geräusch von sich geben, wenn das Baby sie anfässt.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wie so oft, gleicht der Markt an Stoffbüchern einem orientalischen Basar – es gibt sie in zig Ausführungen und zu den unterschiedlichsten Themen. Wie so oft, mangelt es aber leider an ästhetischen Vertretern ihrer Art. Falls ihr auch gerade auf der Suche seid, hilft euch vielleicht die Übersicht meiner Favoriten:

Copyright der Bilder von links nach rechts: Arena Verlag, Ravensburger, Ravensburger, Coppenrath Verlag.

“Lieblingstiere”

Arena Verlag
ISBN 978-3-401-70574-3
9,99 €

Der Allrounder: Ein Stoffbuch mit Rassel, Laschen aus Stoff, Knisterseiten und Lieblingstieren.

“Mein allererstes Knabberbuch”

Ravensburger
ISBN 978-3-473-31732-5
12,99 €

Zum Anbeißen: Weiches Stoffbuch mit Knabberecke und farbenfrohen Tiermotiven.

“Mein allererstes Kuschelbuch”

Ravensburger
ISBN 978-3-473-31723-3
10,99 €

Zum Hören: Dieses niedliche Stoffbuch hat eine Glocke in seinem Inneren versteckt und ist gleichzeitig ganz weich.

“Mein liebstes Knisterbuch”

Coppenrath Verlag
ISBN 978-3-649-62187-4
7,99 €

Knister, Knister, Knäuschen: Das Knisterbuch raschelt bei jeder Berührung.

Oh Babyboy!

Ganz ehrlich: So richtig zufrieden bin ich mit der Ausbeute nicht. Niedlich ist das einzige Prädikat, das (bestenfalls) auf die meisten Stoffbücher für Babys zutrifft. Ich wünsche mir Ausreißer aus dem Einheitsbrei. Liebe Verlage, wagt doch mal etwas. Wagt doch mal Ästhetik. Fragt doch mal gute Illustratoren nach Ideen. Es gibt noch massig Luft nach oben…

Habt ihr noch Tipps für mich? Habe ich eine Stoffbuch-Perle übersehen? Dann immer her mit den Tipps!

 

Der lütte Nachwuchs ist da

Ihr Lieben, ein kleines Lebenszeichen: Wir sind mittlerweile zu dritt. (Ihr erinnert euch..?) Der lütte Nachwuchs ist Mitte Oktober bei uns eingezogen – ein zauberhafter kleiner Junge. Am liebsten würde ich alle drölfzigtausend Fotos, die wir mittlerweile geschossen haben, mit der Welt teilen. Denn so kitschig es ist, aber man möchte ja förmlich platzen vor Liebe und Stolz und der festen Überzeugung, dass der eigene Nachwuchs der schönste auf der Welt sei. Da sind wir keine Ausnahme. Aber nein, Sohnemann soll sich später nicht beschweren können. Ihr müsst mir also glauben.

Mein Kind ist das Schönste

Mittlerweile sind sechs Wochen vergangen. Wir gewöhnen uns langsam aneinander, verstehen einander besser und können einander besser einschätzen. Aber weil wir nun ständig damit beschäftigt sind den Nachwuchs debil/verliebt anzuglotzen, komme ich noch seltener dazu, etwas zu verbloggen. Nun denn, das ändert sich auch wieder. (Oder?!) Er ist aber auch zu goldig, um wegzusehen…

So geht es im Dezember weiter…

Vor einiger Zeit hat Anna vom Blog Kinderbuch-Detektive mich eingeladen, an ihrem Kinderbuchblogger-Adventskalender teilzunehmen. Die Aktion läuft unter dem Hashtag #Kinderbuchadvent und ich freue mich sehr, trotz lüttem Nachwuchs mitzumachen. Wie der #Kinderbuchadvent abläuft, könnt ihr bei Anna nachlesen. Ich bespiele die Türchen 3 und 9 – also schaut doch mal wieder vorbei! Und wenn der Sohnemann mich lässt, lesen wir uns ganz bald wieder…

P.s.: Ja, das Mädchen im Header bin tatsächlich ich.

 

Grrr! Mama muss sich Luft machen…

Seitdem ich schwanger bin, fahre ich emotional Achterbahn. Es passiert aber auch vieles, das mich herausfordert – angefangen beim positiven Schwangerschaftstest. Trotzdem kann ich meinen momentanen Unmut nicht gänzlich auf die Schwangerschaftshormone schieben. Denn ich befürchte, wären Menschen in meinem bisherigen Leben auch so übergriffig gewesen, wäre ich schon längst explodiert. Nun ist es halt nach knapp der Hälfte der Schwangerschaft so weit: Leute, lasst mich einfach in Ruhe mit euren Meinungen und vermeintlich guten Ratschlägen.

Jeder hat eine Meinung – und niemand behält sie für sich

Jetzt kann man mich naiv nennen: Weiß doch jeder, dass schwangere Frauen immer von allen Seiten gute Ratschläge bekommen. Ja. Wusste ich auch. Wie übergriffig Menschen allerdings sein können, wird mir jetzt erst richtig bewusst. Angefangen bei der Frage: Und, war es geplant? Grundsätzlich möchte man erwidern: Nein, ich habe besoffen jemanden in einer Bar aufgegabelt und dann ist es halt so passiert… Meist ringe ich mir trotzdem ein müdes Lächeln ab und versuche einigermaßen höflich zu antworten. Dies sei eine sehr private Frage. Was bedeute schon geplant? Erwünscht sei es auf jeden Fall. Bla bla bla.

Doch auch alle weiteren Details meiner Schwangerschaft und bisherigen Zukunftsplanung werden fröhlich kommentiert: Wie finanziert ihr das eigentlich? – Also nach so einer kurzen Beziehung würde ich ja kein Kind in die Welt setzen. – Na das wirst du schon früh genug lernen… – Geburtshaus? Oh Gott, das ist doch gefährlich! – Jetzt solltest du aber unbedingt wieder Fleisch essen. Sonst leidet doch dein Kind. – Laura, warte erstmal ab. Du hast jetzt noch gar keine Ahnung. Das wird ganz anders. – Ach danach 30 Stunden pro Woche? Das wird nie was. Aber das müsst ihr ja selber wissen. – So groß wie das Kind jetzt schon ist, müsst ihr einen Kaiserschnitt planen. Sie nicht so naiv, Laura. – Die Liste ließe sich endlos fortsetzen…

Mir ist bewusst, dass bereits zahlreiche Frauen gegen diese Übergriffigkeit gekämpft haben. Ich erzähle euch nichts Neues. Trotzdem ist es mir wichtig, noch einmal zu betonen – und womöglich damit Menschen zu erreichen, die sich dessen noch nicht bewusst sind – wie grauenhaft dieses Verhalten ist. Vom an den Bauch greifen, fange ich gar nicht erst an…

Eigene Kinder machen euch nicht zu Experten

Was mich aber am meisten nervt? Andere Eltern! Ein Kind zu haben, macht Menschen nicht automatisch zu Experten auf ALLEN angrenzenden Gebieten. Und – oh Wunder! – jedes Kind ist anders. Nur weil ihr eine schwere Geburt hattet, muss meine nicht die Hölle werden. Nur weil euer Kind auch nach Jahren noch nicht durchschläft, heißt das nicht, dass meins Schwierigkeiten damit haben wird. Wieso stärkt ihr nicht einfach das Selbstvertrauen anderer Eltern? Wieso ermutigt ihr nicht, dass jeder seinen eigenen Weg findet? Wozu die Angstmacherei und das unter Druck setzen? Gut gemeinte Tipps von oben herab, mit einem süffisanten Grinsen, das mir “Ja ja, das lernst du dann auch noch…” sagen soll, bringen mir rein gar nichts.

Versteht mich nicht falsch: Der Austausch unter Eltern erscheint mir absolut wichtig. Aber wenn ich Fragen habe, frage ich. Ich kommentiere nicht einfach ungefragt eure Entscheidungen und Lebensweise. Wahrscheinlich werde ich im nächsten Jahr noch oft genug durch Blogs und Foren tingeln und Tipps gegen Bauchweh, Blähungen oder sonstige Wehwehchen suchen. Dann bin ich dankbar für Anworten und eigene Erfahrungen. Aber bitte auf Augenhöhe. Ich bin nicht dumm – ich kriege nur ein Baby. Und wir kriegen das schon hin. Davon bin ich überzeugt.

Musstet ihr bereits ähnliche Erfahrungen machen? Regt euch das Thema auch so auf? Ich bin gespannt…

 

Es gibt Neuigkeiten…

Eine Weile ist es bereits sehr ruhig auf Lütte Lotte. Zwischen Arbeit und Privatleben bleibt gerade keine Zeit für Blogbeiträge. Nicht, weil die Lust an Kinderbüchern verschwunden oder die Lieblingskünstler ausgegangen wären. Nein, meine Freizeit verbinge ich nur gerade oft in Gedanken. Gedanken an die Zukunft. Denn dieses Jahr steht mir ein großes Abenteuer bevor – im Grunde, befinde ich mich schon mittendrin… Ab Herbst kann ich meine liebsten Bilderbücher hoffentlich aktiv nutzen, denn im Oktober bekomme ich mein erstes Kind.

Ich werde Mama. Irre!

Vieles wird sich ändern, vieles gilt es zu meistern, aber ich bin guter Dinge und freue mich sehr. Auch wenn Lütte Lotte dafür etwas kürzer treten muss. Doch wer weiß, vielleicht ändert sich hier aber auch gar nicht viel – meine Expertise wächst ja im Grunde nur. Und wie sie wächst, das Menschenkind gedeiht prächtig!

Jetzt ist es raus und ich muss nicht mehr schweigen, aus Angst, mich zu verplappern. Ich freue mich schon auf die kommenden Monate und Jahre, in denen mein Nachwuchs bestimmt auch das ein oder andere Mal Erwähnung im Blog finden wird. Wenn er oder sie nach mir (oder nach seinem Vater) kommt, werden es spannende kommende Zeiten…

Herzlichst,
Laura